Die Pflugschar®-Mischer von Lödige für kontinuierlichen Betrieb "Hygienic Design"

Wir entwickeln für jede Ihrer Aufgaben die maßgeschneiderte Lösung, anwendungs- und produktspezifisch optimal angepasst.

  • Höchste Homogenität des Endproduktes 
  • Verweil-/Mischzeiten sowie Granulationsprozesse können produktspezifisch angepasst werden 
  • Schonende Produktbehandlung 
  • Konstante Reproduzierbarkeit 
  • Hohe Verfügbarkeit 
  • Gute Zugänglichkeit aller Mischerinnenteile 
  • Wartungsarmes Mischerkonzept 

Maschinentyp

Der Pflugscharmischer arbeitet nach dem von Lödige in die Mischtechnik eingeführten Schleuder- und Wirbelverfahren. Ausgerüstet mit Werkzeugen, die auf die jeweilige Aufgabenstellung exakt abgestimmt werden, erhält man Mischungen höchster Qualität.

Die Baugrößen entnehmen Sie bitte dem Maschinen-Flyer.

In einer horizontalen, zylindrischen Trommel rotieren wandnah Pflugscharschaufeln, deren Umfangsgeschwindigkeit und geometrische Form so konstruiert sind, dass sie die Mischkomponenten gegen die Gravitationskraft aus dem Produktbett radial in den freien Mischraum schleudern und gleichzeitig in axialer Richtung bewegen. Über die Schaufelform wird zusätzlich ein Sog für die Partikel weg von der Trommelwand erzeugt - die sogenannte Abhebung. Dabei sind die Mischelemente so ausgeformt und angeordnet, dass sowohl ein sicherer Produkttransport aber auch eine ausreichende Rückvermischung gewährleistet wird. Dieses so erzeugte „mechanische“ Wirbelbett bewirkt unter ständiger Erfassung der gesamten Mischgutmenge die intensivste Vermischung auch bei hohen Mischgutdurchsätzen und kurzen Verweilzeiten bis das fertige Mischgut über die Entleeröffnung den Mischer verlässt. Die Produktbewegung für den Transport durch die Maschine vom Einlauf zum Auslauf kann man sich bildhaft wie einen Pilgerschritt vorstellen: zwei Schritte vor, einen zurück.
Der kontinuierliche Prozess kann bei Füllgraden zwischen 20 % und 50 % ohne Beeinträchtigung der resultierenden Mischgüte gefahren werden.
Der optionale Einbau von Messerköpfen in die Mischtrommel erhöht lokal die Turbulenz in der Mischzone extrem. Dies stellt die Vermischung auch feinster Partikel in kleinster Menge sicher und ermöglicht auch das Aufschließen von Agglomeraten hin zu Primärpartikeln.

Flüssige Rezepturbestandteile können über verschiedene Zugabesysteme in das bewegte Produkt eingeleitet werden. Hier können Rohrzuleitungen bei größeren Mengen oder auch Düsen (im Allgemeinen bei relativ kleinen Mengen) eingesetzt werden. Die Benetzung von Mischerwand und Welle kann weitestgehend durch die Positionierung vermieden werden.

Bei der Zugabe von Flüssigkeit in Produkte, die mit der Flüssigkeit selbst klebrig werden oder auch zusätzliche Binder enthalten, kommt es automatisch zu einer Granulation des Produktes. Diese kann mehr oder weniger stark ausgeprägt sein. Es kommt dabei im Normalfall auch zu einer Erhöhung der Schüttdichte des nachfolgend wieder getrockneten Produktes. Die resultierende Korngröße kann im Pflugscharmischer über einen relativ weiten Bereich abhängig von den Produkteigenschaften eingestellt werden. Auch ein stärkerer Kornaufbau kann z.B. mit wiederholter Flüssigkeits- und Pulverzugabe möglich sein. Der Einsatz von Messerköpfen kann auch bei der Granulation von Vorteil sein. Zunächst wird die Flüssigkeit effektiver verteilt; danach kommt es zu einheitlicherem Kornaufbau und stärkerer Verdichtung.

Die intensive Produktbewegung ermöglicht auch die Zugabe von flüssigen Komponenten, die eine Schicht auf den Partikeln bilden sollen. Dies können z.B. geschmolzene Fette sein, die sich möglichst noch flüssig auf den Partikeloberflächen ausbreiten sollen, um dann dort durch Abkühlen zu rekristallisieren. Diese Abkühlung erfolgt sehr effektiv durch Zugabe von flüssigem Stickstoff oder Kohlendioxid-Schnee direkt in das zu kühlende Produkt. Weitere Coating-Prozesse wie Reaktions-Coating sind denkbar.

Das Anschmelzen des Schichtenbildners ist auch aus der Pulvermischung durch Aufheizen im Mischer bis zum Schmelzpunkt und anschließender Abkühlung durchführbar.

  • Verwendung von unterschiedlichsten Werkstoffen entsprechend ihrer Anwendung (von Baustählen über Edelstähle bis hin zu Sonderwerkstoffen) 
  • Messerkopfeinrichtungen 
  • Beheiz-/kühlbare Trommel, Kopfstücke und Welle durch Doppelmantel 
  • Zugabe von Flüssigkeiten auf Feststoffe (Anfeuchtung + Granulierung) 
  • Einsatzmöglichkeit der Maschinen für nahezu alle EX-Zonen 
  • Reinigungssysteme (WIP) 
  • Durchsätze einstellbar (manuell und automatisch) über angebaute Wehre 
  • Moderne, bedienerfreundliche Steuerung 
  • Anlagenkomponenten zum Beschicken des Mischers

Eigenschaften "Hygienic Design"

  • Hohe Oberflächengüte, Ra < 0,8 µm
  • Alle produktberührten Werkstoffe mit FDA-Zulassung
  • Gute Reinigbarkeit (keine „Toträume“ im Produktbereich)  
  • Nahezu vollständige Entleerung
  • Elektrische Steuerung gemäß GAMP5-Anforderungen

Anwendungsbereiche

Lödige-Pflugscharmischer sind in nahezu allen Industrien für unterschiedliche Mischaufgaben im Einsatz. In 80 Jahren wurden weltweit über 35.000 Maschinen geliefert. Ein kleiner Auszug aus den Anwendungsbereichen in der:

    • backfertige Mehle und Backhilfsmittel 
    • Trockensuppen und Bouillonmassen 
    • Aromastoffe, Gewürze und Speisesalze 
    • Müsli und Vitaminpräparate 
    • Früchtetees und klassische Mischungen 
    • Kakao- und Fruchtgetränke 
    • Bonbon-, Füll- und Schokoladenmassen 
    • Schmelz- und Streichkäse 
    • Dekorzucker- und Crispy Coating 
    • Lidschatten und Gesichtspuder 
    • Haarfärbemittel und Badezusätze 
    • Mascara und Lippenstifte 
    • Tablettenmassen 
    • Rohstoffe für Implantate 
    • Vormischungen von Tablettenmassen und Wirkstoffen mit höchsten Mischgüten 

    Downloads

    Pflugscharmischer für kontinuierlichen Betrieb, Ausprägung „Hygienic Design“

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